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PM zur Entscheidung der Landesgartenschau

Mit großem Bedauern, aber auch Verwunderung, nehmen wir die Entscheidung der Landeskommission zur Vergabe der Landesgartenschau zur Kenntnis. Wir gratulieren der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler und wünschen bei der Durchführung der Gartenschau viel Erfolg und einen positiven Einfluss auf die lokale Entwicklung von Kultur und Tourismus. „Damit wird durch Mainz erneut ein dringendes Infrastrukturprojekt verhindert, das eine zukunftsweisende Entwicklung im Eifelkreis Bitburg-Prüm angestoßen und mit Sicherheit auch dem Steuerzahler Geld gespart hätte.“, so Andreas Gerten, Vorsitzender der CDU Bitburg.
 
Die von den Amerikanern 1994 aufgegebene Airbase Bitburg stellte den Eifelkreis Bitburg-Prüm bereits damals vor eine Herkulesaufgabe, nämlich das riesige Areal einer vernünftigen Anschlussnutzung zuzuführen. Schon damals ließ das Land die Menschen in Bitburg-Prüm am langen Arm verhungern - Förderung erfuhren seinerzeit die Flugplätze Zweibrücken und Hahn. Trotzdem gelang es den Beteiligten, durch eine vernünftige städtebauliche Planung und nachhaltige Infrastrukturmaßnahmen den Flugplatz Bitburg zu einem attraktiven Gewerbestandort zu entwickeln. Nun steht Bitburg erneut vor einer großen Herausforderung: „Ein Areal von der Größe der Bitburger Innenstadt muss so in das bestehende Stadtgebiet integriert werden, dass nicht kurzfristig eine Problemzone mit städtebaulichem und sozialem Verfall entsteht.“, so Gundi Funk. „Die Landesgartenschau hätte ein herausragender Impulsgeber für die Stadt Bitburg und das Umland sein können.“
 
Die Konversion des Trierer Petrisbergs von einer militärischen Sperrzone zu einem blühenden Stadtteil mit Mustercharakter zeigt, dass die richtigen Förderungen an der richtigen Stelle zu einer nachhaltigen Entwicklung führen. Ob diese Mittel an Rhein und Ahr ähnlich gut angelegt sind und nicht nur der Kompensation des Nürburgring-Debakels dienen, wird sich erst noch zeigen müssen.
 
Alexander Neuhaus: „Warum die Landesregierung zwei Baustellen aufmacht und dann auch bedienen muss, erschließt sich uns bei dem hervorragenden Konzept und der Dringlichkeit leider nicht, denn für Bitburg muss jetzt ebenfalls ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt und möglichst auch finanziert werden. Vielleicht gelingt die Einbeziehung der Trierer Hochschullandschaft.“
 
Wir, die CDU der Stadt Bitburg, nehmen die Herausforderung an und werden uns für eine sinnvolle und nachhaltige Entwicklung des Housing-Areals stark machen. Hierzu setzen wir auf eine differenzierte Erschließung. Eine städtebauliche „Monokultur“ mit zwangsläufig entstehenden sozialen Verwerfungen und Brennpunkten ist mit uns nicht zu machen. Genauso werden wir aber nicht die übrige Stadt und die Stadtteile finanziell „ausbluten“ lassen, um mit den ohnehin begrenzten kommunalen Mitteln Imagepflege zu betreiben. Ebenso wenig darf eine planlose „Wanderbewegung“ entstehen, die existierende Betriebe aus der Kernstadt und dem Umland in Richtung Housing abzieht.
 
Unsere Ziele sind daher:
 
1. Schaffung neuer Arbeitsplätze durch eine attraktive Standortpolitik, Zielkundenmarketing und Einrichtung eines Existenzgründer-Zentrums
 
2. zügige Schaffung einer modernen Infrastruktur, insbesondere Highspeed-Internet-Anschlüsse
 
3. Ansiedlung einer Hochschule, beispielsweise als Außenstandort der Fachhochschule Trier mitsamt Studentenwohnheimen und angelagertem Wissenschaftspark
 
4. Schaffung eines grünen Sport- und Freizeitareals mit Weiternutzung bestehender Einrichtungen für Sport- und Kulturvereine
 
5. Schaffung eines begrenzten wohnwirtschaftlichen Angebots
 
6. konzeptionelle Integration der bestehenden Gewerbezonen Flugplatz und Merlick
 
Am 29. Oktober wird sich die Bitburger CDU anlässlich der Klausurtagung mit der zukünftigen Nutzung der Housing befassen.Trotz aller Widrigkeiten sehen wir großes Potenzial in der Erschließung des Geländes. Die Bürgerinnen und Bürger Bitburgs und des Umlands haben in der Bewerbungsphase für die Landesgartenschau gezeigt, dass sie mit Euphorie hinter einer modernen Entwicklung für die Stadt stehen - egal ob mit oder ohne Blumen.
 
Wir sind überzeugt, dass auf Basis des grandiosen und mit großem Engagement erarbeiteten Konzept seitens der Verwaltung der Stadt Bitburg und der beteiligten Partner der eingeschlagene Weg erfolgreich fortgesetzt werden muss.